So lautete unsere Einladung für die Info Veranstaltung:
DIE BÜRGERINITIATIVE Grünes Tor Rehfelde
lädt ein zu einem
INFORMATIONSABEND mit anschließender Diskussion
THEMA: Land Brandenburg - bald CO2 Müllkippe? Energiewende nötig!
wo? Grundschule Rehfelde/Aula
wann? am 6. Juni 2011/19 Uhr
Referent: Martin Hausding / Sprecher Greenpeace Berlin-Brandenburg
Energiewende in Rehfelde? Die Aufregung war groß, war es doch unsere erste große Informationsveranstaltung, die wir als BÜRGERINITIATIVE GRÜNES TOR REHFELDE organisierten. Über 1000 Einladungen wurden gedruckt, zu Fuß oder per Fahrrad entdeckten wir beim Verteilen viele schöne Ecken in Rehfelde, staunten über die Vielfalt der Briefkästen und bewunderten die Postfrauen, die Tag für Tag mit so manch großem Hund am Gartenzaun zurechtkommen müssen. Für unser hochaktuelles Thema: „Land Brandenburg - bald CO2-Müllkippe? Energiewende nötig!“ luden wir uns als Referenten Martin Hausding, den Pressesprecher und Energieexperten von Greenpeace Berlin-Brandenburg, ein. Neben dem Bürgermeister waren einige interessierte Bürger unserer Gemeinde an dem schwülwarmen Abend des 6. Juni 2011 der Einladung in die Aula gefolgt. Mit Beginn der Veranstaltung sorgte ein Blitzeinschlag nahe der Schule für allgemeine Verwirrung, weil eine Sicherung den Beamer ausschaltete. Mit etwas Verspätung begann Kathrin Krupski mit der Vorstellung der Bürgerinitiative und eröffnete den Themenabend mit einem kleinen Exkurs in die geologischen Besonderheiten unserer Region. Sie verwies auf die beiden Störzonen, die mit ihren Spalten die saline Aquifere zertrennen und somit einen Salzwasser- bzw. CO2 Aufstieg möglich machen. Auch Erosionsrinnen, brüchige und fehlende Rupeltonschichten, die eigentlich als Schutz gegen das verpresste CO2 dienen sollen, sowie unbekannte Bohrlöcher aus der DDR, die zur Erkundung von Erdgas/öl dienten, machen die Anwendung der CCS-Technologie in diesem Bereich zu einem Risiko. Danach begeisterte Martin Hausding uns alle mit seinem interessanten Vortrag über die Sinnlosigkeit der CO2-Verpressung, alte Kohlekraftwerke, wie das Kraftwerk Jänschwalde (Europas dreckigstes Kraftwerk), die nicht auf CCS-Technologie umgerüstet werden können und zeigte uns die mangelhafte Sicherheit in den deutschen Atomkraftwerken auf. Entgegen den neuesten Ausstiegsplänen der Regierung zum Jahr 2022 weist er in einer jüngsten Studie von Greenpeace auf, dass eine komplette Abschaltung sogar schon bis 2015 möglich wäre. Hierzu stellte er den anwesenden Rehfeldern die erneuerbaren Energien vor, mit denen der Weg zu beschreiten möglich ist. Danach entflammte unter den Anwesenden eine rege Diskussion. Was können wir selbst tun? Ist Ökostrom gleich Ökostrom? Kann Rehfelde die örtlichen erneuerbaren Energien (Windkraft, Biomasse, Solarenergie) für sich selbst nutzen und wenn ja, wie stellen wir das an? Der Bürgermeister, Rainer Donath, erzählte von einem Projekt, durch das der ganze Ortsteil Feldheim / Treuenbrietzen energetisch autark wurde. In der Runde waren wir uns schnell einig, dass wir das auch für unsere Gemeinde realisieren möchten. Fazit: Ein wirklich gelungener Abend mit vielen neuen Informationen und mit neuen Visionen für unsere Gemeinde Rehfelde. Informationen und interessante Links zu dem Thema auf unserer Internetseite www.gruenestorrehfeldebi.de Inszwischen hat unser Bürgermeister für den 14. Juli 2011 einen Besichtigungstermin in Feldheim organisiert, bei dem er sich gemeinsam mit Gemeindevertretern, Amtsmitarbeitern, Herrn Oliver Köhler, der sich in Rehfelde schon jetzt energetisch selbst versorgt und 4 Vertretern unserer BÜRGERINITIATIVE, dieses Projekt anschaut, um zu prüfen, welche Voraussetzungen für eine Durchführung in Rehfelde notwendig sind.
Jörg Krupski Hanswerner Krause BÜRGERINITIATIVE GRÜNES TOR REHFELDE
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