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Aus dem Amtsblatt für das Amt Märkische Schweiz Ausgabe 07/2011

Energiewende in Rehfelde?
Die Aufregung war groß, war es doch unsere erste große Informationsveranstaltung,
die wir als BÜRGERINITIATIVE GRÜNES TOR REHFELDE organisierten.
Über 1000 Einladungen wurden gedruckt, zu Fuß oder per Fahrrad entdeckten
wir beim Verteilen viele schöne Ecken in Rehfelde, staunten über die Vielfalt
der Briefkästen und bewunderten die Postfrauen, die Tag für Tag mit so
manch großem Hund am Gartenzaun zurechtkommen müssen.
Für unser hochaktuelles Thema: „Land Brandenburg - bald CO2-Müllkippe?
Energiewende nötig!“ luden wir uns als Referenten Martin Hausding, den
Pressesprecher und Energieexperten von Greenpeace Berlin-Brandenburg,
ein.
Neben dem Bürgermeister waren einige interessierte Bürger unserer Gemeinde
an dem schwülwarmen Abend des 6. Juni 2011 der Einladung in die Aula
gefolgt. Mit Beginn der Veranstaltung sorgte ein Blitzeinschlag nahe der
Schule für allgemeine Verwirrung, weil eine Sicherung den Beamer ausschaltete.
Mit etwas Verspätung begann Kathrin Krupski mit der Vorstellung der Bürgerinitiative
und eröffnete den Themenabend mit einem kleinen Exkurs in die
geologischen Besonderheiten unserer Region. Sie verwies auf die beiden
Störzonen, die mit ihren Spalten die saline Aquifere zertrennen und somit
einen Salzwasser- bzw. CO2 Aufstieg möglich machen.
Auch Erosionsrinnen, brüchige und fehlende Rupeltonschichten, die eigentlich
als Schutz gegen das verpresste CO2 dienen sollen, sowie unbekannte
Bohrlöcher aus der DDR, die zur Erkundung von Erdgas/öl dienten, machen
die Anwendung der CCS-Technologie in diesem Bereich zu einem Risiko.
Danach begeisterte Martin Hausding uns alle mit seinem interessanten Vortrag
über die Sinnlosigkeit der CO2-Verpressung, alte Kohlekraftwerke, wie
das Kraftwerk Jänschwalde (Europas dreckigstes Kraftwerk), die nicht auf
CCS-Technologie umgerüstet werden können und zeigte uns die mangelhafte
Sicherheit in den deutschen Atomkraftwerken auf.
Entgegen den neuesten Ausstiegsplänen der Regierung zum Jahr 2022 weist
er in einer jüngsten Studie von Greenpeace auf, dass eine komplette Abschaltung
sogar schon bis 2015 möglich wäre. Hierzu stellte er den anwesenden
Rehfeldern die erneuerbaren Energien vor, mit denen der Weg zu beschreiten
möglich ist.
Danach entflammte unter den Anwesenden eine rege Diskussion.
Was können wir selbst tun? Ist Ökostrom gleich Ökostrom?
Kann Rehfelde die örtlichen erneuerbaren Energien (Windkraft, Biomasse, Solarenergie)
für sich selbst nutzen und wenn ja, wie stellen wir das an?
Der Bürgermeister, Rainer Donath, erzählte von einem Projekt, durch das der
ganze Ortsteil Feldheim / Treuenbrietzen energetisch autark wurde.
In der Runde waren wir uns schnell einig, dass wir das auch für unsere Gemeinde
realisieren möchten.
Fazit: Ein wirklich gelungener Abend mit vielen neuen Informationen und mit
neuen Visionen für unsere Gemeinde Rehfelde. Informationen und interessante
Links zu dem Thema auf unserer Internetseite
www.gruenestorrehfeldebi.de

Inszwischen hat unser Bürgermeister für den 14. Juli 2011 einen Besichtigungstermin
in Feldheim organisiert, bei dem er sich gemeinsam mit Gemeindevertretern,
Amtsmitarbeitern, Herrn Oliver Köhler, der sich in Rehfelde
schon jetzt energetisch selbst versorgt und 4 Vertretern unserer BÜRGERINITIATIVE,
dieses Projekt anschaut, um zu prüfen, welche Voraussetzungen
für eine Durchführung in Rehfelde notwendig sind.
Jörg Krupski
Hanswerner Krause
BÜRGERINITIATIVE GRÜNES TOR REHFELDE

http://www.amt-maerkische-schweiz.de/cms/upload/pdf/Amtsverwaltung/Amtsblatt072011.pdf




 



 



 

GABRIELE RATAJ 04.08.2011 20:50 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de


Mahnwache gegen CCS in Rehfelde

Rehfelde (moz) Die Rehfelder Bürgerinitiative Grünes Tor beteiligt sich am Sonntag an den landesweit stattfindenden Mahnwachen gegen CO⊃2;-Verpressung in Brandenburg.
„Selbstverständlich sind wir dabei“, informierte Heinz Kuflewski als Vertreter der Bürgerinitiative (BI) die Lokalredaktion der Märkischen Oderzeitung, „und wir rufen auch andere Bürger auf, auf diese Weise ebenfalls ein deutliches Signal zu setzen.“ Die Rehfelder werden am Sonntag direkt nach Lindenberg (Barnim) fahren, wo genauso wie in Letschin um 14.30 Uhr am Kirchturm die Mahnwache beginnt.
Davon habe man auch einen der prominentesten CCS-Gegner in der Region, den CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Georg von der Marwitz, in Kenntnis gesetzt, so Kuflewski. Der Verein BI „CO⊃2;-Endlager stoppen“ führt seit eineinhalb Jahren jeden ersten Sonntag im Monat in Letschin eine solche Mahnwache durch, diese ist die 20.




 



 



 



 



28.10.2011
Bürgerinitative will Bäume als risikolosen Kohlendioxid-Speicher pflanzen

Strausberg (MOZ) Die Möglichkeiten für eine dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid ohne die CCS-Risikotechnologie will die Bürgerinitiative Co2ntra Endlager mit Unterstützung der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft am Sonnabend, dem 29. Oktober, im Wohngebiet Garzauer Chaussee demonstrieren. Wie die Initiative ankündigte, sollen ca. 140 Bäume und Sträucher gepflanzt werden, die meisten mit essbaren Früchten, z. B. Esskastanie, Haselnuss, Edeleberesche, Jostabeere, Felsenbirne sowie Traubeneiche und Spitzahorn. Die seien ungefährlich und zudem noch nahrhaft. Los geht es um 9 Uhr an der Ecke Hohensteiner/Garzauer Chaussee zwischen der Heinrich-Rau-Straße 31-32 und der Hohensteiner Chaussee. Die Organisatoren hoffen auf viele kleine und große Helfer, die wenn möglich einen Spaten mitbringen sollen