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01.Mai 2010
Die Bürgerinitiative hatte einen Stand auf dem Rehfelder Sportfest.
An einem Infostand wurden interessierte Bürger über die Ziele der Bürgerinitiative aufgeklärt und Unterschriften für den Ausbau der Karl-Liebknecht-Str. und Rudolf-Breitscheid-Str. als Anliegerstraßen gesammelt.
Ebenso konnte man sein Wissen bei einem Pflanzenquiz testen, Büchsen werfen und für die ganz Kleinen gab es Ausmalbilder...














































16.03.2010 Pressemitteilung der Bürgerinitiative wird in Umlauf gebracht
Pressemitteilung vom 16.03.2010
Am 22.01.2010 haben wir, als engagierte Bürger aus Rehfelde, die Bürgerinitiative
„Grünes Tor Rehfelde“ gegründet.
Hauptbeweggrund dieses Zusammenschlusses ist der Plan der Landesregierung
Brandenburg, eine Ortsumgehung (OU) Strausberg/Hennickendorf und die Südspange zu
bauen.
Auf Verlangen der Stadt Strausberg u.a. im Jahr 2007 wurde dieser nun als Entwurf für
den Landesstraßenbedarfsplan vorgeschlagen.
Wir, von diesen Straßenneubauten betroffenen Bürger aus Rehfelde, Strausberg und
Umgebung, sind zu einer entgegengesetzten Bewertung dieses Plans gekommen und
nehmen damit ausdrücklich Bezug auf die Artikel 39, 40 und 43 der Brandenburgischen
Verfassung.
Beispielhaft möchten wir einige Gründe für unsere Ablehnung nennen:
·Erhebliche Minderung der Lebensqualität der Einwohner von Rehfelde und Anderer
durch Abtrennung des wohnumfeldnahen Erholungs- und Freizeitraumes (Artikel 40
Abs.3) und einer starken Lärm- und Abgaserzeugung.
·Vernichtung der Lebensleistung der insbesondere unmittelbar als auch mittelbar von
dieser OU betroffenen Einwohner, die nun befürchten müssen, dass der Wert ihrer
Grundstücke und Häuser wegen der sich verschlechternden Umweltqualität fallen
wird.
· Kindern wird durch diese OU die Chance genommen, gefahrlos allein die nahe
Wohnumgebung im Wald und auf den Wiesen zu erkunden, die Natur in ihrer
Einzigartigkeit zu erleben.
·Zerstörung der touristischen Infrastruktur durch Zerschneidung bestehender
Wanderrouten, Radwege bzw. geschlossener Erholungsräume (Wald) für die
berlinnahe Region.
·Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung der Tourismusregion Strausberg-
Märkische Schweiz. Das Landschaftsbild wird unwiderruflich zerstört, touristische
Infrastrukturen abgetrennt und es entsteht dauerhafter Lärm in einer „ruhigen“
Landschaft.
·Flora und Fauna werden auf einer Fläche von ca. 80.000 qm vollkommen vernichtet,
der Boden wird asphaltiert. Im Wald (Landschaftsschutzgebiet) wird auf einer Fläche
von 138.000 qm jeder Baum gefällt, nicht mitgerechnet das vielfältige Buschwerk. Das
sind ca. 6 % der Waldfläche der betroffenen Landschaftsschutzgebiete Rehfelder
Heide, Dickmantel und Collegenberge (Artikel 40 Abs. 4).
·Verstoß gegen das 6. Umweltaktionsprogramm der Europäischen Union durch die
Zerschneidung des Biotopverbundes zwischen den Lebensräumen westlich von
Strausberg (z.B. Postbruch, Bötzsee, Annatal) und den im Raum Rehfelde
bestehenden Lebensräumen Herrensee, Lange Dammwiesen, Rehfelder Heide,
Garzauer und Garziner Seen- und Bruchlandschaft. Die Möglichkeit für einen
Ortswechsel und Populationsaustausch von einheimischen Tieren mit größeren
Arealansprüchen, die eine Erhaltung von Korridoren und großflächig unzerschnittenen
Landschaftsräumen voraussetzt, ist nicht mehr gegeben (Artikel 39 Abs. 3).
·Von den ehemaligen Klärbecken her und entlang der Trasse durch den Wald wird ein
ununterbrochener Lärm auf Rehfelde branden (Artikel 39 Abs. 5).
·Trennung der beiden FFH-Gebiete Zimmersee und Herrensee voneinander.
·Einkesselung/Staugefahr
- Einkesselung des FFH-Gebietes Herrensee und des Fasanenparks zwischen der
Südspange, der OU Strausberg/Hennickendorf, der S-Bahnstrecke und der
Garzauer Straße
- Sackgasse!
Südspange und OU Strausberg/Hennickendorf enden unabhängig voneinander
auf der dann überlasteten L 233 in Richtung Strausberg. Der dann in Richtung
Strausberg-Kaufland strömende Verkehr bringt eine Mehrbelastung für die in
diesem Bereich wohnende Bevölkerung, der Erholungswert in den dort
ansässigen Kleingartenkolonien (KGA „Am Weiher“) ist nicht mehr gegeben. Staus
sind durch die Ampel am Kaufland und den Bahnübergang am S-Bahnhof
Strausberg Stadt vorprogrammiert.
- Lärmfalle!
Der Ortsteil Herrensee am Landschaftsschutzgebiet wird eingekesselt zwischen
den Lärmquellen Ostbahn, OU, Schlagweg und von oben durch den Flugverkehr
Strausberg und Verkehrsflug. Lärmverstärkend wirkt dann auch die neue Brücke
über die Ostbahn, die in luftiger Höhe entlang des Wohn- und Erholungsgebietes
verläuft.
·Die Anbindung der Südspange an die Altlandsberger Straße und Umgehungsstraße
(L 303/L 33) zieht eine Über- oder Unterquerung der S-Bahn, eine Durchquerung von
Wohngebieten, eine Angrenzung an Wohngebiete, eine Über- oder Unterquerung der
Ernst-Thälmann-Straße und der Strausberger Eisenbahn im Bereich des
Handelszentrums, die Abholzung von großen Teilen des Stadtwaldes und eine
Verstärkung des Verkehrs auf der L 33 durch Eggersdorf nach sich, der bereits jetzt
schon besonders problematisch ist.
·Dieses Projekt wird ein riesiges Bauwerk sein und die um das Handelszentrum herum
liegenden Wohngebiete während und auch nach der Bauphase erheblich belasten.
Laut Prognose werden dort dann täglich 12.000 Fahrzeuge vorbei strömen, dies ist
soviel wie gegenwärtig auf der B1 in Tasdorf. Die dadurch bewirkte Umweltbelastung
wird eine neue Schwachstelle aufmachen, die höher sein wird als die jetzigen
Schwachstellen in Eggersdorf und der Ernst-Thälmann Straße in Strausberg.
·Gefahr für das geplante Wasserschutzgebiet Strausberg: Ausbringen von
Schadstoffen in den Boden, wie Öle und Taumittel.
Wir freuen uns, Ihr Interesse geweckt zu haben und bieten Ihnen in der beigefügten
Anlage ausführliche Einschätzungen und Informationen.
Kathrin Krupski
Hanswerner Krause
Bürgerinitiative „Grünes Tor Rehfelde“
Hier kann die Anlage zur Pressemitteilung geöffnet werden:
/sites/default/files/Pressemitteilung%20Anlage%20Original.pdf
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